Konzept: „Dein erstes Date im Wahllokal“

Im Workshop zu „W on Air“ ging es darum, die Berichterstattung über Wahlen für den Hörer attraktiver zu gestalten. Zwei Teams haben Ideen für Sendungskonzepte entwickelt, die mit wenig Aufwand auf vielen Wellen laufen könnten: “Dein erstes Date im Wahllokal” richtet sich an Erstwähler, “Der Parteien-Bohrer” will im Auftrag des Hörers die Parteien unter die Lupe nehmen. Hier skizzieren wir euch die beiden Konzepte. In diesem Konzept aus dem Workshop geht es um das erste Date im Wahllokal.

Konzept: “Dein erstes Date im Wahllokal”

Wahllokal

Foto: Rebecca Harms auf Flickr. (CC BY-NC-SA 2.0)

Format: Täglich 1,5 bis 3 Minuten, für Mainstream- oder Jugendwelle. Verschiedene Darstellungsformen. Zielgruppe: Erstwähler, also Jugendliche zwischen 18 und 21.

Vorab-Recherche:

  • Zahl der Erstwähler (gibt’s beim Bundes-/Landeswahlleiter)
  • Wie viele der potentiellen Erstwähler waren bei der letzten Wahl?
  • Wahlprogramme ansehen: Was bieten die Parteien jungen Leuten?
  • Gibt es Kandidaten, die zum ersten Mal antreten? Die jünger sind und mit denen sich Erstwähler identifizieren können?
  • Jugendorganisationen der Parteien, in der Region
  • Kandidaten auf Twitter folgen

Welche Politikthemen sind für Erstwähler interessant:

  • Ausbildung, Lehrermangel
  • Datenschutz
  • in Studentenstädten: Wohnsituation von Studenten/Azubis
  • in strukturschwachen Regionen: Warum soll ich hier bleiben?

Themenideen:

  • Test: Welcher Typ Erstwähler bist du? (der Begeisterte, der Genügsame, der Gleichgültige, der überzeugte Nichtwähler)
  • Der Reporter geht mit einem Kandidaten an einen Ort, wo Jugendliche sind, z.B. Skatepark, Jugendknast, Jugendzentrum, Drogenberatungsstelle, Unimensa, Fahrschule.
  • Sprichst du meine Sprache? Politikersprech in Jugendsprache übersetzt. Entweder von Redakteuren – oder die Kandidaten selbst dazu bringen.
  • Geburtstag am Wahltag: Einen Jugendlichen begleiten, der am Wahltag 18 wird, dazu einen, der einen Tag später geboren ist und bis zur ersten Wahl vier Jahre warten muss.
  • Erstwähler trifft Letztwähler: Man bringt einen Jugendlichen mit einem Hochbetagten zusammen und lässt die beiden über den Wahlausgang reflektieren.
  • Wir in Deutschland dürfen wählen: Jugendlicher aus Diktatur erklärt, dass in seinem Land nicht gewählt wird.
  • Wählen schon mit 16? Wer will das? Pro/Contra.
  • Der Wahlazubi: Eine naive Studiofigur könnte Kandidaten „dumme“ Fragen stellen, um möglichst einfache Antworten zu bekommen.
  • Wie erleben Erstwähler, die zum Zeitpunkt der Wahl im Ausland oder im Jugendknast sind, ihre erste Wahl?
  • Der „Radio-Wahl-O-Mat“: Politiker sollen in wenigen Sätzen für ihre Partei werben, ohne den Namen der Partei zu nennen. Danach entscheiden sich Erstwähler für einen Kandidaten und erfahren, wen sie ausgewählt haben.
  • Das Wahlexikon: Begriffe erklären, à la Panaschieren, Erststimme, Zweitstimme etc. Könnte sich auch der Wahlazubi von einem Politikprofessor erzählen lassen.

Comedy-Ideen:

  • Das crazy Wahllokal: Darf ich im Wahllokal twittern? Darf ich Smileys statt Kreuzen machen? Darf ich im Bikini kommen?
  • Bullshit-Bingo: Politikersprech
  • Was passiert, wenn keiner wählen geht? Ein Horrorszenario ausmalen.
  • Test der Wahlwerbegeschenke: Was taugen Parteikondome, Handtücher etc.?

Ideen für Social Media:

  • Wir suchen die lustigsten oder hässlichsten Wahlplakate.
  • Wie sieht euer Wahlsonntag aus?
  • Wir fragen für euch nach: Die Redaktion recherchiert im Auftrag der Hörer bei Politikern. Fragen über Facebook, eventuell auch als Kooperation mit einer Schule

Zum Workshop-Konzept „Partei-Bohrer“ und zum Thema „W on air – Wahlen im Radio“.

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